Rückenschmerzen müssen nicht sein – Interview Teil 2

Rückenschmerzen müssen nicht seinInterview zum Thema Rückenschmerzen: Symptome, Ursachen und Behandlung

Wie versprochen, geht es mit dem 2. Teil des Interviews mit Dr. med. Wolfgang Maibach weiter. Er beantwortet dir diesmal die Fragen, welches die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen sind und wie sich psychische Belastungen auf deinen Rücken auswirken. Außerdem erhältst du einen Einblick wie die aktuelle Entwicklung von Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen aussieht. Falls du den 1. Teil verpasst hast, kannst du ihn hier nachlesen.

Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreibe mir eine e-mail an: mario@1fachgesund.de oder unter dem Interview in die Kommentare. Ich werde sie dann für ein weiteres Interview sammeln.

Auf welche Ursachen lassen sich die häufigsten Rückenbeschwerden bei den Patienten in deiner Praxis zurückführen?

Das sind in erster Linie unsere modernen Lebensumstände. Wir haben einen deutlichen Bewegungsmangel und leiden unter dem langen Sitzen in der Schule, im Büro, im Auto, bei den Hausaufgaben und vor dem PC oder Fernseher. Die geschwächte oder auch einseitig überlastete Muskulatur kann sich dann bei kleinen Anlässen wie falsches Heben oder Drehbewegung oder Unterkühlung (Zugluft) reflektorisch verkrampfen. Der Nerv wird gedrückt und feuert von sich aus wieder auf die Muskulatur, die sich dann noch mehr verspannt. Es kommt zu einer örtlichen Entzündung mit Schwellneigung und Übersäuerung im Gewebe. Dadurch wird der Abtransport von Schlackenstoffen verhindert und die Durchblutung gestört. Bei Überbelastungen, einseitigen Belastungen, Fehlhaltungen oder gar Bandscheibenschäden wird dieser Mechanismus häufig immer wieder ausgelöst. Es kommt zu Blockaden ganzer Muskelketten. Falsche Ernährung mit Übersäuerung und Übergewicht verschlimmern das Krankheitsgeschehen.

Gibt es außerdem psychische Ursachen die sich negativ auf den Rücken auswirken?

Ja!!! Körper und Seele sind eine Einheit. Psychische Belastungen wie Stress, Ängste, Sorgen und Depressionen führen immer zu einem Ungleichgewicht in der Muskulatur mit entsprechenden Verspannungen. Die dadurch ausgelösten chronischen Rückenschmerzen können andersherum auch in eine Depression führen, weil ja die Beweglichkeit stark eingeschränkt wird und der andauernde Schmerz als schwere Belastung erlebt wird.

Welche weiteren Auswirkungen haben Rückenschmerzen noch?

Rückenschmerzen schränken die Lebensqualität sehr ein. Es kommt häufig zu Arbeitsunfähigkeitszeiten. In vielen Fällen wird sogar eine Frühverrentung notwendig.

Wie beurteilst du die aktuelle Entwicklung von Rückenbeschwerden bei Kindern und Jugendlichen?

Durch die fortschreitende Technisierung sitzen Kinder und Jugendliche viel zu viel an ihren Smartphones, PC’s sowie vor dem Fernseher. Der Mensch ist eigentlich ein Läufer. Modernes Leben zwingt ihn zu Fehlhaltungen und einseitigen Bewegungen. Mit Spätfolgen ist zu rechnen. Wir haben heute schon bei den Jugendlichen viel mehr Probleme als noch vor 30 Jahren. Das liegt nicht am “Verschleiß” (körperliche Arbeit ist ja deutlich zurückgegangen), sondern am Bewegungsmangel! Hinzu kommen erhebliche Probleme mit den Augen. Aber das ist wieder ein eigenes Thema.

Fortsetzung folgt

Lese hier demnächst die Fortsetzung zu diesem interessanten Interview. Du wirst erfahren, ob eine Operation bei Rückenschmerzen die Lösung ist und wann Schmerzmittel angebracht sind. Außerdem bekommst du von Dr. med. Wolfgang Maibach praktische Tipps, die er auch seinen Patienten empfiehlt, um Rückenschmerzen vorzubeugen.

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Kommentare

  1. Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Meine Schwester hat ständig Rückenschmerzen, will aber nicht zum Orthopäden gehen. Vielleicht ist das ja auch etwas psychische. Hier konnte ich zumindest ein paar Tipps einsammeln.

  2. Richtig liegen ist wichtig!
    Ich habe meine Rückenschmerzen mit einem Mix aus Übungen/Bewegung und der richtigen Matratze gelindert – besser gesagt mit einem Luft-Schlafsystem (hatte ich von der Website des Deutschen Skoliose Netzwerkes erfahren), das konnte sozusagen im Schlaf meinen Rücken wieder herstellen, ganz ohne Ärzte und OPs. Ohne Bewegung ggf. Reha wird es aber vermutlich nicht gehen – also mein Tipp: aktiv bewegen, nachts passiv richtig liegen. Gute Besserung, LG, Nicole

    1. Liebe Nicole,
      vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht und deine Tipps. Ich hoffe, sie sind auch für andere Betroffene hilfreich. Freut mich, dass du dadurch deine Rückenschmerzen los geworden bist. Genau dieses Thema, wie wichtig eine gute Schlafqualität ist, wird auch in meinem neuen Buch „Rückenschmerzen“ ausführlich behandelt. Ich wünsche dir alles Gute. Liebe Grüße, Mario

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